ANAA beteiligte sich an der Rettungsaktion von 53 Hunden in Cadalso de los Vidrios

Die Vereinigung zum Schutz und der Verteidigung der Tiere von Madrid FAPAM (www.fapam.org) konnte am Donnerstag, den 2. April 2009, 53 Hunde von einer Finca in Cadalso de los Vidrios befreien. Die Besitzerinnen der Tiere hatten um Hilfe gebeten, da sie nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügten, um die Tiere zu ernähren. Die FAPAM brachte an mehreren Tagen viele Säcke mit Futter dorthin, damit die Tiere erstmal genügend zu fressen hatten und um Zeit zu gewinnen, die Tiere dort herauszuholen. Die Frauen, obwohl sie selber um Hilfe gebeten hatten, wollten zunächst nicht alle Hunde in unsere Obhut geben. Konkret verweigerten sie die Herausgabe einer total abgemagerte Galgohündin, da sie nach eigenen Angaben sehr an hier hingen.

Am Donnerstag konnten wir endlich in das Haus und insgesamt 53 Hunde retten. Die Rettung war sehr schwierig und kompliziert, da die Tiere äußerst unruhig und misstrauisch waren, hatten sie doch ihr gesamtes Leben nur diese Frauen kennengelernt. In einigen Ecken des Hauses fanden wir Hundebabys, die aufgrund mangelnder Hygiene in keinem guten Gesundheitszustand waren. Zwei der Hundebabies, die gerade mal drei Monate alt sind, benötigten eine Bluttransfusion, da sie völlig unterernährt und voller Zecken waren.

Glücklicherweise konnten wir nach 8-stündigen Verhandlungen die Galgohündin ebenfalls in Sicherheit bringen, so dass sie nun die Chance auf ein glückliches Leben hat, mit einer Familie, die ihr all die Liebe gibt, die sie verdient.

Ein weiteres Mal ist es Menschen zum Verhängnis geworden, herrenlosen Hunden ein Heim geben zu wollen, da dies außer Kontrolle geraten ist und sie so in den Ruin getrieben hat. Leider ist dies nicht der erste Fall und wird auch nicht der letzte sein. In der spanischen Gesellschaft kann Mitgefühl mit den Tieren zu haben, Menschen in die von uns beschriebene Situation bringen.



Tausende von Tieren sind heimatlos in unserem Land. Die meisten Gemeinden haben keine Tierheime oder aber es sind private Unternehmen, die, um die Rentabilität zu erhalten, die Hunde schnellstmöglich töten. Daher gibt es Menschen, die Fincas kaufen, die Tiere aufnehmen und diese dann unter katastrophalen hygienischen Verhältnissen in furchtbaren Einrichtungen unterbringen. Die Tiere vermehren sich untereinander innerhalb kurzer Zeit. Sie verwenden all ihr Geld für die Ernährung der Tiere, sowie für tierärztliche Behandlungen, bis zu dem Tag, an dem ihnen die Situation völlig entgleitet. Die eigentlichen Leidtragenden sind hier nur die Tiere, die wieder hungern, erkranken und ohne tierärztliche Versorgung bleiben. Aber diese Menschen sind nicht in der Lage die Wirklichkeit so zu sehen wie wir.



FAPAM konnte bereits ungefähr 1000 Hunde und Katzen aus solchen Situationen befreien, teils gaben die Besitzer sie freiwillig heraus, teilweise geschah dies nur auf richterliche Anrodnung. Fast alle waren jedoch in einem katastrophalen gesundheitlichen Zustand, völlig unterernährt, dehydriert, untergebracht in schrecklichen Einrichtungen ohne jegliche Hygiene.

Bilder der Aktion

SO KÖNNEN SIE HELFEN

Die Tierarztkosten für die Behandlung der geretteten Tiere müssen alle beteiligten Tierschutzvereine selbst bezahlen. Deshalb ist Ihre Spende für uns und unsere Arbeit sehr wichtig.

Wenn Sie uns bei der Deckung der enormen Kosten helfen möchten, dann überweisen Sie eine Spende auf eines unserer Bankkonten:

Begünstigter: ANAA Madrid
Kontonr.: 7449849636
BLZ: 600 501 01
bei (Kreditinstitut): BW-Bank

oder

Begünstigter: ASOC NAC AMIGOS DE LOS ANIMALES
IBAN: ES47 2100 2746 1002 0001 0286
BIC / SWIFT-Code: CAIXESBBXXX
bei (Kreditinstitut): CAIXA D'ESTALVIS I PENSIONS